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  1. #1
    Waluigi2
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    Sven Regeners Feldzug gegen Musik im Internet

    Vor einigen Tagen hat Musiker Sven Regener in einem Interview der Sendung "Zündfunk" bei "Bayern2" durch einige Aussagen für viel Aufregung gesorgt. Er wehrt sich zum Beispiel dagegen, dass ACTA kaum Vorteile für die eigentlichen Musiker bereitstellen würde. Er beschwert sich über den Umgang der Piratenpartei mit diesem Thema und fordert auch, dass Google/YouTube etwas von seinen Werbeumsätzen an die Musiker abgiebt.
    ich selbst weiß noch nicht ganz, was ich von seinen Aussagen halten soll.
    Ich frage deshalb mal die GIGA-User, wie sie zu Regeners Aussagen stehen.

    Für den ganzen Überblick hier der Link zu meiner Quelle, welche den gesamten Bericht und einige Stellungnahmen der Piraten & YouTube enthält:

    Debatte ums Urheberrecht: Herr Regener mischt auf | Pop & Platten | Zündfunk | Bayern 2 | Radio | BR.de

  2. #2
    24/7-Poster Benutzerbild von Wampe
    [Der wahre ewige Zweite]

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    Re: Sven Regeners Feldzug gegen Musik im Internet

    Speziell zum Fall Regener bin ich da geteilter Meinung. Ich selbst empfinde das wohl seit Jahren existierende Denken, da mittlerweile so vieles "Open Source" oder undabhängig von diesem (Lizenz)Modell kostenlos ist, dass alles einfach so zur Verfügung stehen soll, einfach daneben. Und daher, dass er genau das anprangert anprangert, erhält meine volle Zustimmung. Ich bin über jedes Musikvideo, welches ich selbst auf YouTube ansurfen kann happy und bin genauso froh, dass viele Labels zumindest den Weg auch über YouTube bestreiten. Ich denke hier sollte sich auch ein jeder selbst ehrlich vor Augen halten, dass man selbst auch seinen Lebensunterhalt bestreiten können möchte. Und in der heutigen Zeit ist das Einkommen eines "normalen" Deutschen Musikkünstlers nicht gerade pralle. Das meiste Geld verdienen die Musiker selbst nur noch richtig bei Konzerten. Wenn also einer dafür einsteht, dass die GEMA ihre Arbeit macht, wofür sie eben nunmal existiert und auch bezahlt wird von den Künstlern, sollte man ihn dafür nicht noch attackieren. Wenn für ein Label auf Grund des GEschäftsmodells bei YouTube kein Interesse besteht, dann ist das so. Wenn ich aus irgendeinem Grund ein bestimmtes Bier nicht im Laden X bekomme, gehe ich eben zum Laden Y.

    Allerdings was ich nicht ganz nachvollziehen kann - da bin ich selbst aber auch kein Experte - in wie fern Regener überhaupt bezüglich YouTube bescheid weiß. Wie gesagt, ich selbst kenne mich damit nicht aus, aber wie sieht es denn mit dem YouTube-Partner Programm aus? Das ist doch eine Möglichkeit entsprechend Profit aus YouTube zu schlagen (oder wird genau dieses angebotene Modell von Regener thematisiert im Endeffekt)?

    Letzt endlich ist es eine Verhandlungssache. Wenn in der Angelegenheit in der Zukunft endlich eine Einigung sich finden lassen sollte wäre es super. Aber grundlegend kann ich es keinem Künstler übel nehmen, wenn er sichr (ich drück es mal so aus) Pro GEMA gibt.

  3. #3
    wurde beim Posten geblitzt Benutzerbild von Goblinkiller99
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    Re: Sven Regeners Feldzug gegen Musik im Internet

    Ja, doch irgendwie verständlich für einen Mann, der mit dem was er macht sein Geld verdienen möchte und merkt, dass es offenbar nicht so läuft wie früher, obwohl man noch das gleiche tut.
    Trotzdem wirkt einiges von dem was er sagt auf mich wie reaktionäres Gewäsch. Ich bin zwar auf keinen Fall dafür, Urheberrecht so auszulegen, dass jeder alles umsonst ziehen darf und ein Künstler keinen Anspruch mehr auf sein "geistiges Eigentum" erheben dürfen soll, aber davon ungeachtet ist seine Sicht der Dinge mal stark anzuzweifeln! Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Einnahmen der GEMA aus YT-Klicks tatsächlich angemessen den Interpreten und Musikern - ob kleinen oder großen - zugute kommen würden, eher ist es doch so, dass man mit dem Netz verspätet weitere Möglichkeiten gefunden hat, um sich die eigenen Taschen vollzumachen...schließlich ging es mit den Verkäufen ja immer weiter runter und man hat es verschlafen vernünftige I.net-Alternativen anzubieten. Wer sagt mir denn, dass die Musikmafia nicht überzogene Forderungen von YT, Grooveshark und co. verlangt, um sich weiter zu bereichern??
    Google zu verteidigen liegt mir eigentlich fern, aber die Vorstellung Google und das böse Internet prellen die aufopfernd für die Künstler kämpfende GEMA erscheint mir sehr naiv.


  4. #4
    ruhig gestellt
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    Re: Sven Regeners Feldzug gegen Musik im Internet


  5. #5
    Greenhorn
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    Re: Sven Regeners Feldzug gegen Musik im Internet

    Der hat doch recht der Sven, wenn er Google und YouTube Gewinne mit fremden Inhalten kritisiert.

    "Das ist kein Geschäftsmodell, das ist Scheiße! Wir sind die Penner aus der letzten Reihe!” Er sehe nicht ein, dass die Künstler, deren Musik dort zu hören ist, nichts von den Gewinnen abbekämen. Es sei falsch, zu glauben, "irgendwann käme das Sozialamt um die Ecke und würde die Bezahlung der Künstler übernehmen".

    Seine Formulierung hier ist auch sehr treffend

    "Es wird so getan, als ob wir Kunst machen als Hobby. Das Rumgetrampel darauf, dass wir uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Werke geschaffen haben, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: 'Euer Kram ist nichts wert. Wir wollen das umsonst haben.' Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert."

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-823144.html


 

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